Kameraeinstellungen für Polarlichter
Geben Sie Kamera und Objektiv ein, um eine Startbelichtung zu erhalten. Passen Sie sie nach der ersten Testaufnahme an.
Stativ, manueller Fokus auf einen hellen Stern, 2-Sekunden-Selbstauslöser, RAW.
Startwerte für die Kamera
Stellen Sie die Kamera auf ein Stativ, schalten Sie in den manuellen Modus und beginnen Sie mit Blende f/2,8 oder offener, ISO 1600 und 8 Sekunden Belichtungszeit. Bei schnell tanzenden Vorhängen gehen Sie auf 2 bis 4 Sekunden herunter und erhöhen die ISO, bei schwachem Leuchten dürfen es 15 Sekunden sein.
Fokussieren Sie manuell auf einen hellen Stern, mit der Lupenfunktion im Live-View. Der Unendlich-Anschlag am Objektiv liegt bei vielen Objektiven knapp daneben.
Mit dem Smartphone
Viele der Polarlichtbilder aus Deutschland vom Mai und Oktober 2024 entstanden mit dem Handy. Nachtmodus aktivieren, das Telefon gegen ein Geländer, einen Rucksack oder ein kleines Stativ lehnen, und still halten. Die Kamera sieht dabei mehr als Ihr Auge: Ein blasser grauer Schleier wird auf dem Display oft grün oder rot.
Ein Tipp für den Norden: Akkus verlieren bei minus 20 °C schnell an Leistung. Tragen Sie das Handy in der Innentasche und einen Ersatzakku am Körper.
Bildgestaltung
Ein Polarlicht allein ist schnell fotografiert, ein gutes Bild braucht einen Vordergrund. An der Nordsee bieten sich Leuchttürme, Strandkörbe oder Deiche an, im Norden Fjorde, verschneite Birken und Hütten. Ein Weitwinkel zwischen 14 und 24 Millimetern ist ideal.
Spiegelnde Wasserflächen verdoppeln das Licht. In Tromsø und auf den Lofoten frieren Buchten im Winter oft nicht zu, das macht sie zu beliebten Motiven.
Kälte und Kondensation
Wenn Sie die kalte Kamera ins warme Hotelzimmer tragen, beschlägt sie innen und außen. Packen Sie sie vorher in einen verschlossenen Beutel und lassen Sie sie langsam warm werden. Ersatzakkus gehören in die Jackentasche, nicht in den Kamerarucksack.